Neues aus Bargfeld

28. November 2008

Eine kurze Mitteilung der ASML, die zur Hoffnung Anlass gibt: Irgendwann wird es soweit sein…

http://www.asml.de/index.php/zettels-traum-gesetzt/


Wo ist die Zeit geblieben?

20. November 2008

Komisch, irgendwie ist die Zeit zum Artikelschreiben nicht mehr da. Sollte das daran liegen, dass ich die zwei Monate Elternzeit hinter mir habe und jetzt wieder im Job „voll drin“ bin? Eine andere als diese – durchaus banale – Erklärung fällt mir nicht ein. Dabei stapeln sich die Ideen für Artikel auf kleinen Notizzettelchen um mich herum.

Bitte erinnere mich bald mal jemand: Ich möchte so gerne von der geschrotteten Milchpumpe erzählen…


The Big Picture – Fotografien im Boston Globe

25. Oktober 2008

Was soll ich mehr schreiben als: Reingucken, der Titel hält, was er verspricht!

http://www.boston.com/bigpicture/


Bloggender Vater – nicht so selten

9. Oktober 2008

Und wehe, wenn jetzt hier irgendjemand sagt, dass dies kein Feuerwehrauto ist. Damit kam der Dreijährige nämlich eben stolz angelaufen. Wie er mir erklärte, hat es oben auch eine Leiter. Lego Duplo ist momentan seine Hauptbeschäftigung. Und er wird immer kreativer.

Bei Frau Ami las ich, dass der WDR wohl bloggende Mütter für ein Interview sucht. Bloggende Väter sind anscheinend nicht die Zielgruppe, seltener, aber nicht so selten. Schade eigentlich.


Welchen Schlüsseldienst anrufen? Ein persönlicher Kommentar.

8. Oktober 2008

Gerade lese ich auf SZ online Ausschnitte aus dem Ratgeber „Eine Frau – ein Buch“ von Heike Blümner und Jacqueline Thomae. Dieses Werk soll praktische Lebenshilfe für viele Situationen des Daseins liefern, dies tut es auch in leicht satirischem Tonfall.

Das Gegenstück „Ein Mann – ein Buch“ beschäftigt sich ja mit wirklich atemberaubenden Prozeduren, wie man(n) z.B. völlig ungeübt ein Verkehrsflugzeug landen kann. Kein Kommentar.

Aber zur Sache: Was ist zu tun, wenn man/frau vor verschlossener Wohnungstür steht und der Schlüssel drinnen liegt? Antwort des Ratgebers nach einigem Hin und Her: den Schlüsseldienst rufen! Das, lieber Ratgeber, wäre doch nicht nötig gewesen, da kommen wir doch selber drauf, oder? Es folgt der Hinweis, dass es ziemlich teuer werden kann, nachts einen Schlüsseldienst zu rufen, sowie die Empfehlung stattdessen lieber in einem Hotel zu übernachten und den Schlüsseldienst zu Tageskonditionen zu rufen.

Eine kostengünstige Alternative passierte mir. Vor ein paar Monaten fiel die Haustür abends (22:30) bei einem kurzen Gang zu den nahen Nachbarn ins Schloss und ein Schlüssel steckte von innen. Sogar mit Schlüssel ließ sich die Tür von außen demnach nicht öffnen (billiges Schloss). Also: Schlüsseldienst rufen. Doch welchen? Ein Anruf beim ersten nach dem Preis ergab: 500 Euro. Der zweite war unwesentlich billiger. Bei derartig indiskutablen Preisen machte sich bald Ratlosigkeit breit.

Doch dann der rettende Einfall: Wir riefen die nächste Dienststelle der Polizei an und erkundigten uns, welchen Schlüsseldienst die rufen würden, falls mal einer gebraucht werde. Wir bekamen die nötige Auskunft sofort mit Daten und Telefonnummer. Diesen Dienst angerufen, erledigte sich das Problem schnell und vergleichsweise kostengünstig mit 120 €. Immer noch viel Geld, aber schwer eingespart.

Dies nur so als Tipp für den nächsten Ratgeber…


Faber-Castell Novo Duplex 2/83N – sperrige Bezeichnung für antikes Gerät

30. September 2008

Endlich ist er da! Vor ein paar Wochen konnte ich eine nicht ganz so günstige Gelegenheit nutzen, um endlich einen Novo-Duplex 2/83N zu ersteigern. Unter diesem Namen verbirgt sich der wahrscheinlich komplexeste Rechenschieber der Welt. Mit knapp 40 cm Länge und um die 30 Skalen erschließt er sich nicht ganz von alleine, die beiliegende Original-Anleitung ist kurz und für einen Nicht-Mathematiker wie mich am oberen Rand der Verständlichkeit.

Hier hilft das Internet mit zahlreichen Webseiten zu Rechenschiebern und Hinweisen  zu deren Gebrauch erfreulich weiter. Es ist erstaunlich, wie viele Interessenten an diesen Geräten sich zusammenfinden, wenn man bedenkt, dass der Discounter-Taschenrechner für 3 Euro bezogen auf die Möglichkeiten und die Genauigkeit jeden Rechenschieber locker in den Schatten stellt. Es scheint also irgendwo eine Freude am der Mathematik zu geben.

Abbildung der Vorderseite mit Typenbezeichnung:

Gerade grabe ich mich durch die Potenzrechnung – die insgesamt acht LL-Skalen sind erstaunlich exakt, doch für einen, dem die Altersweitsichtigkeit droht, schon schwer abzulesen.

Und wie nicht anders zu erwarten: Es dämmert ein neues Einkaufsziel am Horizont heran. Der Pickett N4 aus den USA: Gelb, Ganzmetall und 33 Skalen. Nur wahrscheinlich noch eine Idee schwieriger zu bekommen.


WALL-E – E.T. gegen Apple

25. September 2008

Man kann sagen, was man will: Seit „Toy Story“ hat sich im Genre „Komplett computeranimierter Film“ Einiges getan. Sehenswert ist WALL-E auf jeden Fall wegen der unglaublichen Qualität der Animationen – fotorealistisch; Disney-Pixar in Bestform. Dass Steve Jobs an Pixar beteiligt ist, lässt sich am Design von EVE wirklich nicht verleugnen.

Roboter EVE (Apple), glatt, organisch rund und der Aufgabe, auf der vermüllten Erde Leben zu finden, pflichtgemäß zugewandt, und WALL-E (Ähnlichkeiten zu E.T. sind sicher nicht zufällig), tapsig, chaotisch, anthropomorph, retten die Welt. Dass sie sich dabei ineinander verlieben und von Kameraauge zu Display funkelnd blaue Küsse tauschen, ist unvermeidbar, aber schön.

Neben einiger Zitate, welche die Vorgänger verehren („E.T.“, „Nr. 5 lebt“, „I Am Legend“, „2001″), bleibt die Story allerdings dünn, da ist der Lernfortschritt eben nicht mehr so groß. Dennoch ein großartiges Spektakel.


Schöne Tag-Clouds

29. Juni 2008

Schöne Tag-Clouds produziert momentan ein kleines Java-Applet namens Wordle. Unbedingt testenswert, hier gehts zur Website: Wordle.net.


Orishas – Cosita Buena. Kuba lieb.

14. Juni 2008

Schön, da ist sie also. Die neue CD, Orishas 2008. Und? Sie ist gut, keine Frage. Sie ist komplex, auch keine Frage. Doch fehlt schwer das agressive Moment, das 2001 auf der ersten CD zu spüren war. Damals waren Orishas unverwechselbar. Und neu. Und laut. Was ist geschehen? Es sind 8 Jahre vergangen und Orishas haben überlebt und sich abgestoßen. Heute? Guter Sound. Glatt. Melodisch. Zahm. Plätschernd. Können auch gut „nebenher“ laufen. Wenn nicht zwischendurch der Sprechgesang herauskäme. Dieser Klang des Rap, der ist einzig; leider zu selten auf der neuen CD, es wird wirklich zuviel gesungen. Auch wenn das professionell gemacht ist, und das ist es zweifellos, trifft es lange nicht die ruppige Qualität der früheren Werke.


EM 2008 – Traumtor im Badezimmer!

25. Mai 2008

Hurra! Der Schrank, der die Devotionalien der zukünftigen Fußball-Europameisterschaft aufbewahren soll, wird noch voller! Als wären die Postwurf-Prospekte der Discounter noch nicht gefüllt genug mit Extraseiten-EM-Marketing, so ist ein neuer Glanzpunkt erreicht. Kunden, schafft Platz im Bad und werft Euer wattiertes, achtlagiges, rosa Klopapier in die verdiente Tonne. Rechtzeitig zur EM gibt es das Traumtor-Klopapier („nur kurze Zeit”). Es ist bedruckt mit Fußball-Motiven, damit wir den heiligen Anlass auch optisch ja nicht vergessen. Doch haben die Marketing-Strategen entdeckt, dass sich ein Ereignis besser einprägt, wenn man es mit mehreren Sinnen gleichzeitig aufnimmt: Das Klopapier riecht nach Rasen, korrekter: auf der Werbecollage ist gleich dreimal zu lesen: „mit Rasenduft”.

Das haben wir gebraucht! Endlich müssen wir faulen und wohlstandsverwöhnten Kerle nicht mehr auf dem Fußballplatz herumbolzen oder geräuschvoll den Rasen mähen, um die ereignisgeforderte olfaktorische Appearance zu erhalten, es reicht der (ohnehin ja regelmäßig notwendige) Gang zum Klo. Dann noch etwas Wasser ins Gesicht spritzen und die Haare verwuscheln, schon sehen wir aus und riechen wie unsere Helden. Also Leute, schnell mal zwei Euro lockergemacht und ab in den Laden – für das Traumtor im Badezimmer!