EM 2008 – Traumtor im Badezimmer!

25. Mai 2008

Hurra! Der Schrank, der die Devotionalien der zukünftigen Fußball-Europameisterschaft aufbewahren soll, wird noch voller! Als wären die Postwurf-Prospekte der Discounter noch nicht gefüllt genug mit Extraseiten-EM-Marketing, so ist ein neuer Glanzpunkt erreicht. Kunden, schafft Platz im Bad und werft Euer wattiertes, achtlagiges, rosa Klopapier in die verdiente Tonne. Rechtzeitig zur EM gibt es das Traumtor-Klopapier („nur kurze Zeit”). Es ist bedruckt mit Fußball-Motiven, damit wir den heiligen Anlass auch optisch ja nicht vergessen. Doch haben die Marketing-Strategen entdeckt, dass sich ein Ereignis besser einprägt, wenn man es mit mehreren Sinnen gleichzeitig aufnimmt: Das Klopapier riecht nach Rasen, korrekter: auf der Werbecollage ist gleich dreimal zu lesen: „mit Rasenduft”.

Das haben wir gebraucht! Endlich müssen wir faulen und wohlstandsverwöhnten Kerle nicht mehr auf dem Fußballplatz herumbolzen oder geräuschvoll den Rasen mähen, um die ereignisgeforderte olfaktorische Appearance zu erhalten, es reicht der (ohnehin ja regelmäßig notwendige) Gang zum Klo. Dann noch etwas Wasser ins Gesicht spritzen und die Haare verwuscheln, schon sehen wir aus und riechen wie unsere Helden. Also Leute, schnell mal zwei Euro lockergemacht und ab in den Laden – für das Traumtor im Badezimmer!


Mike G – Ambient and Downtempo Mixes

22. Mai 2008

Wenn schon Musik über das Internet hören, dann auch bitte die richtige. Mit diesem Wunsch kam ich Ende 2005 zum Chillout-Channel von Digitally Imported (www.di.fm). Gerne und oft ließ ich diesen Channel nebenher plätschern, ohne den Titeln oder Interpreten besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Der erste Mix, der mich wirklich fesselte und zum Zuhören brachte, war „Vedic Space“, zusammengestellt von einem „Mike G“. Dieser Mike G, der wohl eigentlich Mike Watson heißt und in Australien lebt, hatte schon, bevor er zu di.fm kam, mehrere Mixe produziert und diese beim australischen Sender „UltimaThule“ veröffentlicht. Bei di.fm produzierte Mike G die „Cosmic Lounge“, einen zweistündigen Chillout-Mix, der montags alle zwei Wochen gesendet wurde. Seit Herbst 2007 hat Mike G die Produktion der Cosmic Lounge leider eingestellt.

Wie „Vedic Space“ sind die Mixe von Mike G alle sehr heterogen in der Auswahl der Stücke, gleichzeitig aber von einer hohen Stimmigkeit, die einen sehr geschlossenen Eindruck hinterlässt. Auch sind sie nicht immer so ambient, wie es das Genre erwarten lässt, zwischenzeitlich finden sich auch kräftige Beats und wuchtige Arrangements, die exzellent mit den ruhigen Teilen harmonieren.

Mike G betreibt eine Website (www.ambientmusicguide.com), in der er seine eigene lange Geschichte der „ambient music“ lebendig erklärt und vor allem mit einer umfangreichen Diskografie garniert. Für die, die eher seine Musik hören wollen, sind seine Mixe dort als Audio-Stream verfügbar, selbstverständlich inklusive detaillierter Titelliste.

Meine persönlichen Empfehlungen:

The Cosmic Lounge No. 8 mit Titeln von Dale Nougher, SpeedyJ, David Parsons, Pete Namlook

The Cosmic Lounge No. 18 mit dem Album “Logos” von Tangerine Dream

The Cosmic Lounge No. 22 (= enthält den 70-min-Mix „Vedic Space”, inkl. Titeln von David Parsons, Pete Namlook, Infinity Project, Chilled C’Quence)

The Cosmic Lounge No. 23 mit Titeln von Spice Barons, Moody Blues, Air, Tangerine Dream

Deep Diving 1 mit Titeln von Tim Story, Alpha Wave Movement, Pete Namlook, Brian Eno


Hilfe, der Rosmarin geht ein!

22. Mai 2008

Seit ca. drei Jahren ziert das Gemüsebeet ein Rosmarinbusch. Klein aus einem Topf ins Beet eingepflanzt, hat er die stattliche Höhe von ca. 1 m erreicht und ist gut gewachsen. Regelmäßiges Zupfen bzw. Schneiden von Zweigen hat ihm bisher nichts ausgemacht. Licht und Feuchtigkeit scheinen – was den Standort angeht – in Ordnung zu sein, auch mit Blaukorn gedüngt wird er. Seit Beginn des Jahres allerdings geschieht für mich Unerklärliches: Der Busch beginnt zu „vertrocknen“. Es sieht so aus, als würden die kleinen Blätter am Stengel von unten nach oben eintrocknen, später fallen sie auch ab. Dies geht jetzt gleichmäßig und anscheinend unaufhaltsam weiter. Für helfende Kommentare wäre ich sehr dankbar.

P.S.: Dank dem Kommentar von Dagmar (s.u.) sehe ich, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin; über das Netz und die Foren war bisher keine Hilfe zu bekommen.


Schlecht schlafendes Kind

21. Mai 2008

Es ist kurz nach Mitternacht – leises Tappen auf der Treppe verrät ein waches Kind auf dem Weg ins elterliche Schlafzimmer. Durch gutes Zureden ist der Sohn zwar zum Rückweg ins verwaiste Kinderbett zu bewegen, doch wiederholt sich obige Szenerie um drei Uhr, dann wieder um fünf – meistens gibt Sohni dann das Schlafen auf und verlangt intensiv nach Programm. Der Knabe wird bald drei – wann schlafen wir eigentlich mal?